Versteckte technologische Arbeit: Auf der Suche nach den Dienstleistungs-4.0-Pionierinnen (Forschung, 2020-2021)

Ziel der Studie ist es, mit Fokus auf den oft wenig sichtbaren Einsatz digitaler Technologien in der Dienstleistungsbranche, zu erheben, welche versteckte technologische Arbeit, die (Großteils weiblichen) Beschäftigte in der Dienstleistung in ihrem Arbeitsalltag erledigen und welche nicht kommunizierten - und somit auch nicht bewerteten - digitalen Kompetenzen sie dabei einbringen.

Damit sollen Dienstleistungs-4.0-Pionierinnen vor den Vorhang geholt und mittels eines interdisziplinären Zugangs ein umfassendes Bild gegenderter technologischer Arbeit nachgezeichnet werden. Der geplante Schwerpunkt liegt dabei auf mobilen Pflegekräften und Einzelhandelskaufleuten.

Das in diesem Zuge generierte Wissen soll nutzbar gemacht werden, um spezifischen und auf die identifizierten Problematiken abgestimmten politischen Support zu leisten. Neue informierte Diskussionen zur Aufwertung von weiblich konnotierter Erwerbsarbeit (und der darin enthaltenen versteckten technologischen Arbeit) sollen angeregt werden. Neue fachbereichsübergreifende Allianzen sollen gebildet werden, um den Anteil an den positiven technologischen Veränderungen am Arbeitsplatz gerechter zu verteilen.

Dabei soll ein breites – jeweils an die Situation und Fragestellungen angepasstes – Erhebungssetting zum Einsatz kommen, welches einen möglichst partizipativen Austausch und das Einbringen unterschiedlicher Perspektiven ermöglicht. Konkret werden folgende Methoden angedacht:

  • Gespräche mit Beschäftigten und Gruppendiskussionen zur gemeinsamen Interpretation von „typischen“ Alltagssituationen und -mustern im Zusammenhang mit den Tools, 
  • moderierte Zwiegespräche, Gruppengespräche oder Paarinterviews zwischen AnwenderInnen und GestalterInnen von Technologien, 
  • Teilnehmende Beobachtungen am Gestaltungs- und Einsatzort der Technologien mit Ad-Hoc-Interviews, 
  • Artefaktanalysen der Arbeitsumgebungen und Bildanalysen von Fotos des Arbeitsplatzes, die die Beschäftigten selber machen (mit Smartphone oder zur Verfügung gestellter Kamera), 
  • die Nutzung von Social Media Plattformen oder Online Formularen für Erfahrungsberichte aus erster Hand ohne die Anonymität unserer Teilnehmerinnen ihren ArbeitgeberInnen gegenüber zu gefährden. 

Das Projekt wird im Rahmen des AK Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0: Call „Gleichstellung im Digit

alen Wandel“ gefördert und in Kooperation mit Profin Dr.in Geraldine Fitzpatrick & Janis Lena Meißner von der Technischen Universität Wien sowie Edeltraud Haselsteiner von Urbanity durchgeführt.

Weitere Infos zum Projekt finden sich auch hier

Einige Hintergründe zum Projekt finden Sie auch bei folgendem A&W-Blog:  https://awblog.at/digitale-kompetenzen-bei-systemrelevanten-berufsfeldern/

  Das Projekt wird durch den Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 der AK Wien finanziert.

MitarbeiterInnen: Nadja Bergmann, Nicolas Pretterhofer

AuftraggeberIn: Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien

Status: laufend


Downloads:
awblog.at-Im_Verborgenen_digitale_Kompetenzen_bei_systemrelevanten_Berufsfeldern.pdfawblog.at-Im_Verborgenen_digitale_Kompetenzen_bei_systemrelevanten_Berufsfeldern.pdf
Kurzinfo_Versteckte_technologische_Arbeit_Einzelhandel_Maerz2021.pdfKurzinfo_Versteckte_technologische_Arbeit_Einzelhandel_Maerz2021.pdf
Versteckte_technologische_Arbeit_Einzelhandel_Maerz2021.pdfVersteckte_technologische_Arbeit_Einzelhandel_Maerz2021.pdf