Follow-up zur Studie 'Arbeits- und Lebenssituation der Filmschaffenden in Österreich 2016': Arbeitsbedingungen & Gesundheit (Forschung, 2019-2020)

Die Arbeitsbedingungen im Kunst- und Kulturbereich im Allgemeinen sowie im Filmbereich im Besonderen sind durch verschiedenste Belastungen gekennzeichnet: Diese reichen von prekären finanziellen Ressourcensituationen, fragmentierten und wenig planbaren Beschäftigungsverhältnissen, teils unter Nichteinhaltung arbeitsrechtlicher und kollektivvertraglicher Regelungen, bis hin zu Machtmissbräuchen in verschiedensten Formen – sei dies durch Vorgesetze, respektlosem Umgang im Kollegen/innenkreis, unlautere Vorteilsgewährungen bei Auftrags- und Stellenvergaben oder sexuellen Belästigungen und Übergriffen.

Problematisch ist, dass eine methodisch systematisch erfasste und valide Datengrundlage zur Betroffenheit von Missständen im Arbeitsleben von Filmschaffenden in Österreich fehlt. Diesem Umstand soll im Zuge dieses Forschungsvorhabens entgegengewirkt werden.  Ziel des Vorhabens ist es damit, einen fundierten Überblick über die Verbreitung und Art von Missständen in den Arbeitsbedingungen von Filmschaffenden, deren (psychische, physische, soziale und berufliche) Folgen sowie damit verbundene Bewältigungsstrategien zu erlangen. Damit wird nicht nur die Generierung eines Situationsbildes zu Missständen im Bereich des Filmschaffens angestrebt, sondern insbesondere auch die Erlangung einer breiten Informationsbasis für die Entwicklung und Umsetzung (präventiver) Gegenstrategien.

MitarbeiterInnen: Nadja Bergmann, Lisa Danzer, Petra Wetzel

AuftraggeberIn: Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden

Status: laufend