Österreichisch-Slowenische ExpertInnenakademie (Beratung, 2010-2014)

Im Rahmen der Österreichisch-Slowenischen ExpertInnenakademie – EXPAK AT.SI – soll ein grenzübergreifendes Kooperationsforum aufgebaut werden, um Herausforderungen am Arbeitsmarkt gemeinsam zu diskutieren und zu bewältigen.

Zu den wesentlichen Zielsetzungen der EXPAK AT.SI zählen:

  • Beseitigung bestehender Ungleichgewichte auf den regionalen Arbeitsmärkten im österreichisch-slowenischen Grenzraum durch den Aufbau eines nachhaltigen arbeitsmarktpolitischen Kooperationssystems
  • Schaffung einer gemeinsamen Wissensbasis und Vernetzung der relevanten arbeitsmarktpolitischen AkteurInnen zu den Themen strategische Planung und Einsatz von Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, Feststellung von Fachkräftebedarf, Zusammenarbeit mit Unternehmen, Informationsvermittlung am Übergang Schule - Beruf sowie die Begleitung der Öffnung der Arbeitsmärkte
  • Entwicklung und Umsetzung von grenzüberschreitenden Pilotprojekten

 

Thematische Schwerpunkte der EXPAK AT.SI:

  • Arbeitspaket 1 - Bestimmung von Erfolgsparametern für die Planung und den Einsatz von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen: Die MitarbeiterInnen der Arbeitsmarktservices werden durch Handlungsleitfäden und Wissensvertiefungen im Rahmen von Workshops bei der Risikoanalyse arbeitsuchender Personen und der zielgerichteten Zuweisung passender Beschäftigungs- und Qualifikationsmaßnahmen unterstützt.
  • Arbeitspaket 2 - Fachkräftebedarf versus Fachkräfteüberschuss: Um schnell und zielgenau auf Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt reagieren zu können, wird in der österreichisch-slowenischen Grenzregion eine gemeinsame Wissensbasis für die Vorhersage und genaue Feststellung der Entwicklung von Fachkräftebedarf geschaffen. In einer ausgewählten Region wird aus dieser Wissensbasis heraus ein praktikables grenzübergreifendes Prognose- und eine Qualifikationsbedarfserhebungmodell  erstellt und implementiert.
  • Arbeitspaket 3 – Zusammenarbeit mit Unternehmen: Angesichts der zu erwartenden verstärkten Integration der Arbeitsmärkte gilt es, den Unterstützungsbedarf der Unternehmen auszuloten und in Reaktion darauf die bestehenden Leistungspakete der Arbeitsmarktservices für Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze bekannt zu machen. In einem weiteren Schritt sollen Voraussetzungen auf dem Gebiet der elektronischen Datenübermittlung und der Intensivierung grenzüberschreitender Kommunikation ein abgestimmtes strategisches und gemeinsames operatives Handeln in der Servicierung von Unternehmen ermöglichen. So könnte beispielsweise ein gemeinsames Beratungskonzept für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Arbeitsmarktverwaltungen mit Unternehmen Ergebnis dieses Arbeitspaket sein.
  • Arbeitspaket 4 - Übergang Schule/Beruf: Der Aufwand der Arbeitsmarktservices zum Thema Berufsinformation hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht und auch hier wird der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt in Zukunft einen relevanten Stellenwert einnehmen. Aus diesem Grund soll eine grenzübergreifende Plattform zum Thema Berufsorientierung aufgebaut werden, mit dem Ziel neue Ansätze zu finden und diese in der Region zu etablieren.
  • Arbeitspaket 5 – Gemeinsame Bewältigung der Öffnung der Arbeitsmärkte: Die Konsequenzen der Öffnung der Arbeitsmärkte im Jahr 2011 können noch nicht konkret abgeschätzt werden. Aus diesem Grund wird eine grenzüberschreitende Arbeitsgruppe, bestehend aus ExpertInnen diverser arbeitsmarktpolitisch relevanter Institutionen, eingerichtet, die gemeinsame Herausforderungen lokalisieren und mögliche Lösungen erarbeiten werden. Zudem wird ein gesamtregionales Arbeitsmarktmonitoring aufgebaut, das für die Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von wesentlicher Bedeutung ist.
     

Aktivitäten der EXPAK AT.SI

  • Erstellen von Rechercheberichten zu europäischen Good Practice Modellen sowie deren Übertragbarkeit in die  österreichisch-slowenische Grenzregion
  • Organisation von Konferenzen, Seminaren, Workshops und Praktika zum gegenseitigen Informationsaustausch sowie als Forum für Diskussionen über Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten und in der Arbeitsmarktpolitik
  • Aufbau und Begleitung einer Plattform zum Thema Berufsorientierung und Berufsinformation
  • Konzipierung und Umsetzung von Beratungsmodellen, eines Prognosemodells für Qualifikationsbedarfe in der Grenzregion sowie eines grenzübergreifenden Monitoringsystems

Partnerorganisationen und Finanzierung:

Leadpartner der EXPAK AT.SI ist das Wiener Institut L&R Sozialforschung.

Partner:

  • Unternehmensberatung BAB GmbH
  • IFA Unternehmensberatung GmbH
  • WISDOM
  • ZRSZ, Zavod RS za zaposlovanje
  • Ökonomisches Institut Maribor, Zentrum für Human Ressource Entwicklung (RCV)
  • In strategischen und inhaltlichen Belangen wird die EXPAK AT.SI von den Landesgeschäftsstellen des Arbeitsmarktservice Steiermark und Kärnten unterstützt.

Das Projekt EXPAK AT.SI wird im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Österreich-Slowenische Republik 2007-2013 durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die österreichischen nationalen Kofinanzierungsmittel werden vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz zur Verfügung gestellt.

Website der Österreichisch-Slowenischen ExpertInnenakademie:

Berichte, Studien, Konzepte, Dokumentationen, Planungsunterlagen sowie Informationen zu den Veranstaltungen der EXPAK AT.SI finden Sie unter www.expak-at.si. Alle Unterlagen und Informationen sind sowohl in deutscher als auch in slowenischer Sprache verfügbar.

Verwandte Projekte: Österreichisch-Ungarische ExpertInnenakademie, Österreichisch-Slowakische ExpertInnenakademie, Österreichisch-Tschechische ExpertInnenakademie

MitarbeiterInnen: Barbara Willsberger, Walter Reiter

Externe MitarbeiterInnen: Sanja Selak-Ostojic

Status: beendet